Squarespace Website: 10 Tipps für ein professionelles Design

Eine Website mit Squarespace zu bauen, ist heute zum Glück viel einfacher als noch vor ein paar Jahren. Du brauchst kein Design-Studium und musst auch nicht programmieren können, um online sichtbar zu werden. Genau das ist einer der großen Vorteile von Squarespace: Du kannst dir relativ schnell selbst eine moderne Website aufbauen. Gleichzeitig sieht man vielen DIY-Websites leider an, dass sie ohne klares System entstanden sind — und dann wirkt die Seite trotz schönem Template unruhig, beliebig oder einfach nicht ganz professionell.

Die gute Nachricht: Oft sind es nicht zehn komplizierte Designer-Tricks, die den Unterschied machen, sondern ein paar einfache Prinzipien. Wenn du die einmal verstanden hast, wirkt deine Website sofort klarer, ruhiger und hochwertiger.

In diesem Artikel zeige ich dir 10 Tipps, mit denen du deine Squarespace Website professioneller designen kannst — auch ohne Design-Ausbildung.

Warum „weniger“ fast immer besser aussieht

Einer der häufigsten Fehler bei DIY-Websites ist nicht mangelnde Kreativität, sondern zu viel davon auf einmal.

Dann bekommt jede Sektion einen anderen Hintergrund, jede Überschrift einen anderen Stil, überall sind Linien, Boxen, Farben, Animationen und drei verschiedene Button-Arten im Einsatz. Das Problem: Die Website wirkt unruhig und die BesucherNutzer:inne müssen sich mehr anstrengen, um die Inhalte zu erfassen.

Gutes Webdesign heißt nicht, möglichst viel einzubauen. Gutes Webdesign heißt, Entscheidungen bewusst zu treffen. Weniger verschiedene Elemente sorgen fast immer für mehr Ruhe, mehr Klarheit und mehr Professionalität. Genau das hilft auch dabei, dass deine Website verständlich bleibt und Vertrauen aufbaut. Denn eine gute Website soll nicht nur gut aussehen, sondern auch erklären, was du tust und wie man mit dir arbeiten kann.

Tipp 1: Ein klares Layout-System statt jede Sektion neu erfinden

Wenn du möchtest, dass deine Website professionell aussieht, brauchst du Wiederholung.

Das klingt erstmal wenig aufregend, ist aber genau das, was gute Websites stark macht. Lege dir für deine Seite ein einfaches System fest:

  • Wie breit sind deine Inhalte?

  • Wie sehen Standard-Absätze aus?

  • Welche Abstände haben Sektionen oben und unten?

  • Wie sehen normale Text-Bild-Bereiche aus?

  • Wie sehen Call-to-Action-Bereiche aus?

Wenn jede neue Sektion wieder komplett anders aufgebaut ist, entsteht schnell Chaos. Wenn sich gewisse Muster wiederholen, wirkt deine Seite sofort durchdachter.

Ein guter Test: Wenn du auf deiner Startseite drei verschiedene Text-Bild-Sektionen hast, sollten sie wie Teile derselben Website wirken — nicht wie drei Ideen aus drei verschiedenen Tagen.

Tipp 2: Maximal 2 Schriften

Mehr Schriften machen ein Design fast nie besser. Meistens machen sie es nur unruhiger.

Mit zwei Schriften bist du in den meisten Fällen sehr gut aufgestellt: eine für Überschriften und eine für Fließtext. Oft reicht sogar schon eine einzige Schriftfamilie mit unterschiedlichen Schnitten.

Wichtig ist vor allem:

  • Die Überschriftenschrift sollte zu deinem Stil oder Brand passen.

  • Die Fließtextschrift muss gut lesbar sein.

  • Beide sollten zusammen harmonieren.

Wenn du dir unsicher bist, entscheide dich lieber für schlicht statt für besonders. Eine gut lesbare, klare Website wirkt immer professioneller als eine Seite, die „kreativ“ sein will, aber anstrengend zu lesen ist.

Tipp 3: Weißraum bewusst nutzen

Viele füllen ihre Website viel zu eng.

Dabei ist Weißraum kein „leerer Platz“, sondern ein Gestaltungsmittel. Abstände helfen dem Auge, Inhalte zu sortieren. Sie geben Texten Luft und machen eine Seite hochwertiger.

Das gilt zum Beispiel für:

  • Abstand zwischen Überschrift und Text

  • Abstand zwischen einzelnen Sektionen

  • Randabstände links und rechts

  • Abstand zwischen Button und Text

  • Platz um Bilder herum

Wenn du das Gefühl hast, deine Seite wirkt gequetscht oder unübersichtlich, liegt das oft nicht am Inhalt, sondern an fehlendem Raum.

Gerade in Squarespace lohnt es sich, nicht alles möglichst dicht zu packen. Mehr Luft macht fast immer einen besseren Eindruck.

Tipp 4: Klare Buttons – eine Haupt-CTA pro Bereich

Ein häufiger Fehler: In einer Sektion gibt es drei verschiedene Handlungsaufforderungen gleichzeitig.

Zum Beispiel: „Mehr erfahren“, „Preise ansehen“, „Kontakt“, „Jetzt buchen“ und „Portfolio anschauen“.

Das überfordert die Nutzer. Menschen klicken eher, wenn klar ist, was der nächste sinnvolle Schritt ist.

Deshalb mein Tipp: Definiere pro Bereich eine Haupt-CTA. Überlege dir: Was soll hier als Nächstes passieren?

Auf deiner Startseite könnte das zum Beispiel sein:

  • im Hero: „Kontakt aufnehmen“

  • im Angebotsbereich: „Leistungen ansehen“

  • im About-Bereich: „Mehr über mich“

Auch visuell sollte klar sein, welcher Button der wichtigste ist. Nutze eine Haupt-Button-Variante konsequent und setze sekundäre Links deutlich zurückhaltender ein.

Tipp 5: Mobile zuerst mitdenken

Die schönste Desktop-Version bringt dir wenig, wenn die Website auf dem Handy nicht funktioniert.

Viele bauen ihre Seite am Laptop und schauen erst ganz am Ende aufs Smartphone. Genau dann fallen typische Probleme auf:

  • zu lange Überschriften

  • Buttons, die seltsam umbrechen

  • riesige Abstände

  • Bilder, die abgeschnitten wirken

  • Textblöcke, die zu lang sind

Besser ist: Denk mobil von Anfang an mit.

Frag dich bei jeder Sektion:
Ist sofort klar, worum es geht?
Ist der Text schnell erfassbar?
Ist der Button gut klickbar?
Wirkt das Bild auch auf kleineren Screens noch sinnvoll?

Gerade weil Squarespace responsive arbeitet, glauben viele, das Thema sei automatisch gelöst. Technisch ja — gestalterisch nicht immer. Auch eine responsive Seite kann mobil unruhig, langatmig oder schwer lesbar wirken.

Tipp 6: Bildstil konsistent halten

Bilder machen auf einer Website enorm viel aus. Und zwar nicht nur, weil sie schön aussehen, sondern weil sie Atmosphäre schaffen.

Das Problem: Viele mischen alles zusammen. Ein eigenes Porträtfoto, dann ein helles Stockbild, dann ein dunkles Bild mit ganz anderem Stil, dann eine Grafik, dann wieder etwas sehr Farbiges. Dadurch wirkt die Website schnell zusammengewürfelt.

Achte deshalb auf einen einheitlichen Bildstil:

  • ähnliche Helligkeit

  • ähnliche Farbstimmung

  • ähnliche Perspektive

  • ähnliche Bildsprache

Wenn du eigene Fotos nutzt, umso besser. Gute, stimmige Bilder machen deine Website persönlicher und glaubwürdiger. Schlechte oder unpassende Bilder ruinieren dagegen oft den Gesamteindruck — selbst dann, wenn das Layout eigentlich gut ist. Das passt auch zu einer klaren Positionierung: Eine Website soll zeigen, wer du bist, und Vertrauen schaffen.

Tipp 7: Überschriften lesbar, nicht kryptisch

Viele wollen besonders originell klingen — und schreiben dann Überschriften, bei denen niemand sofort versteht, was gemeint ist.

Kreativ ist okay. Klar ist wichtiger.

Eine gute Überschrift hilft deinen Besuchern sofort zu verstehen:

  • Worum geht es hier?

  • Ist das relevant für mich?

  • Warum sollte ich weiterlesen?

Statt vager Formulierungen funktionieren oft klare Aussagen besser. Nicht:
„Mit Gefühl und Strategie“
sondern eher:
„Webdesign für Selbstständige, die klarer sichtbar werden wollen“

Nicht:
„Mein Weg“
sondern:
„So arbeite ich mit meinen Kunden“

Verständlichkeit ist ein Qualitätsmerkmal und die Suchmaschinen und die KI mögen ebenfalls verständliche und klare Überschriften.

Tipp 8: Sektionen mit Hierarchie bauen

Nicht alles auf einer Website ist gleich wichtig. Genau das sollte man auch sehen.

Hierarchie bedeutet: Besucher erkennen auf einen Blick, was zuerst wichtig ist, was danach kommt und was ergänzend ist.

Das erreichst du über:

  • Überschriften-Größe

  • Textlänge

  • Abstände

  • Farbkontraste

  • Button-Gewichtung

  • Bildplatzierung

Wenn alles gleich laut gestaltet ist, weiß niemand, wo man hinschauen soll. Wenn dagegen klar ist, was die Hauptaussage ist und was sie unterstützt, wirkt deine Website sofort strukturierter.

Ein einfacher Merksatz: Erst Orientierung, dann Details.

Tipp 9: Nicht zu viele Animationen

Animationen können schön sein. Aber nur, wenn sie zurückhaltend eingesetzt werden.

Zu viele Bewegungseffekte machen eine Seite schnell unruhig oder sogar ein bisschen billig. Vor allem dann, wenn bei jedem Scrollen irgendetwas einfliegt, aufpoppt oder nachfedert.

Frage dich deshalb immer: hilft diese Animation der Nutzerführung — oder ist sie einfach nur da, weil sie möglich ist?

In den meisten Fällen gilt: weniger Animation, mehr Klarheit.

Eine ruhige Website wirkt oft hochwertiger als eine, die ständig Aufmerksamkeit einfordert.

Tipp 10: Erst funktional, dann „schön“

Das ist vielleicht der wichtigste Punkt überhaupt.

Viele versuchen zuerst, die Website möglichst hübsch zu machen. Farben, Formen, Übergänge, kleine Extras. Dabei ist die eigentliche Frage doch:

  • Funktioniert die Seite?

  • Versteht man sofort, was du anbietest?

  • Findet man sich schnell zurecht?

  • Ist klar, wer du bist?

  • Weiß man, was der nächste Schritt ist?

Eine professionelle Website ist nicht einfach nur „schön“. Sie ist klar, nutzerfreundlich und zielführend. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Seite, die nett aussieht, und einer Website, die wirklich für dein Business arbeitet. Eine Website sollte nicht im luftleeren Raum gestaltet werden, sondern zu deinem Angebot, deiner Zielgruppe und deinem Ziel passen.

Wann sich ein Profi-Review lohnt

Es gibt viele gute Gründe, die eigene Squarespace Website selbst zu bauen. Gerade für Selbstständige, kleine Unternehmen oder den Start mit kleinerem Budget kann das eine sehr sinnvolle Lösung sein. Website-Builder wie Squarespace machen genau das möglich.

Aber: Selbst wenn du technisch gut zurechtkommst, heißt das noch nicht automatisch, dass die Website strategisch und gestalterisch rund ist.

Oft ist die Seite schon „eigentlich ganz gut“, aber irgendetwas wirkt noch nicht stimmig. Vielleicht ist sie zu unruhig. Vielleicht fehlt eine klare Struktur. Vielleicht sieht sie nett aus, aber sie vermittelt noch nicht genug Vertrauen. Genau an diesem Punkt lohnt sich ein Profi-Review, denn du musst nicht immer alles komplett neu machen. Manchmal reichen gezielte Anpassungen mit einem erfahrenen Blick von außen, damit deine Website deutlich klarer, hochwertiger und professioneller wirkt.

Und genau da komme ich ins Spiel: nicht mit Marketing-Blabla, sondern als Sparringspartnerin, die mitdenkt, sortiert und dir ehrlich sagt, was funktioniert — und was nicht. Denn oft braucht es keine neue Website, sondern bessere Entscheidungen auf der bestehenden. Das entspricht auch genau dem, was professionelle Webdesigner:innen heute oft leisten: nicht nur bauen, sondern beraten, analysieren und verbessern.

Fazit

Du brauchst kein Design-Studium, um eine gute Squarespace Website zu erstellen. Aber du brauchst Klarheit, ein bisschen System und den Mut, Dinge einfacher zu machen.

Wenn du Layout, Schrift, Abstände, Bilder und Inhalte bewusst einsetzt, wirkt deine Website sofort professioneller. Nicht, weil sie Singen und Tanzen kann — sondern weil sie ruhiger, klarer und nutzerfreundlicher wird.

Du hast schon eine Seite gebaut, aber sie wirkt noch nicht rund?
Dann ist ein Design-Review oder ein Power Tag genau das Richtige: Wir schauen gemeinsam auf Struktur, Gestaltung, Nutzerführung und Wirkung — und machen aus „ganz okay“ eine Website, auf die du wirklich stolz bist.

Onika Staas

I am a web designer and strategic sparring partner for coaches, consultants, creatives, and small businesses. I develop clear, high-performing Squarespace websites that align brand, structure, and user experience – without tech overwhelm. My focus: long-term online strategy, accessible solutions, and honest collaboration at eye level.

http://www.oswebdesignstudio.de
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