Squarespace Trends 2026: So sehen moderne Websites auf der Plattform aus

Squarespace entwickelt sich in den letzten Jahren von einem simplen Website-Baukasten hin zu einer ernstzunehmenden Plattform für Marken, Selbstständige und kleine Unternehmen. 2026 geht der Trend noch deutlicher in eine Richtung: klar, modular, storybasiert – mit einem Schuss AI und viel Fokus auf Nutzerführung.

Ausgangspunkt für diesen Artikel war die Präsentation von Squarespace Circle und Puno von I Love Creatives zu den aktuellen 2026 Web Design Trends. Ich habe mir das Interview mit Puna und Artikel angesehen und hier meine eigenen Gedanken und Ideen für die praktische Arbeit mit Squarespace – speziell für Selbstständige, kleine Unternehmen und Personal Brands – zusammengefasst.

In diesem Artikel schauen wir uns an, wie du diese fünf Trends konkret in deinen Projekten nutzen kannst:

  • Archival Index

  • Glassmorphism

  • Creative Process

  • Motion Narrative

  • Card Play

Plus: ein Blick auf das, was sich auf Plattform-Ebene bei Squarespace tut (AI, Performance, Accessibility).

1. Archival Index – Deine Website als lebendiges Wissensarchiv

Viele Websites sind heute noch wie Flyer: hübsch, aber nach dem ersten Scroll kommt nicht mehr viel. 2026 geht der Trend weg von der reinen „Visitenkarten-Seite“ hin zu Wissensarchiven und Content-Bibliotheken.

Was Archival Index bedeutet:

Ein Archival Index ist im Grunde eine gut strukturierte Übersicht deiner Inhalte – nicht nur chronologisch wie ein klassischer Blog, sondern:

  • nach Themen geclustert (z. B. „Branding“, „Webdesign“, „SEO“)

  • nach Formaten sortiert (z. B. „Guides“, „Case Studies“, „Ressourcen“)

  • langfristig nutzbar statt nur „News von letzter Woche“

So setzt du Archival Index in Squarespace um:

  • Nutze eine Blog-Seite als Ressourcen-Archiv:

    • Kategorien = Themencluster

    • Tags = Formate, Zielgruppen oder Stufen (Einsteiger, Fortgeschrittene)

  • Erstelle Übersichtsseiten mit Summary Blocks, die deine Inhalte filtern:

    • z. B. eine Seite „Ressourcen“, auf der Blogposts, Case Studies und Downloads als Grid angezeigt werden.

  • Für Portfolios:

    • Projekte als „Archiv“ strukturieren (Branche, Leistungsart, Ziel der Zusammenarbeit).

Warum das 2026 wichtig wird:

Kunden suchen nicht mehr nur nach „Über mich“, sondern nach konkreter Hilfe und dem Beweis, dass sie bei dir richtig sind. Ein Archival Index macht sichtbar, dass du Expertise hast – und hilft gleichzeitig der AIO/SEO, deine Inhalte besser zu verstehen und zu verknüpfen.

2. Glassmorphism – dezenter „Glas-Look“ statt schwerer Blöcke

Glassmorphism ist ein Designstil, bei dem Elemente semi-transparent wirken, mit einem leichten Blur-Effekt – ähnlich wie milchiges Glas. Der Trend kommt aus dem UI-Design und taucht 2026 auch in Webprojekten häufiger auf.

Typische Einsätze von Glassmorphism:

  • Header-Navigation mit „Glas“-Hintergrund über einem Bild oder Video

  • Karten-Overlays über Hero-Bildern

  • Info-Boxen, die sich subtil vom Hintergrund abheben

In Squarespace möglich durch:

  • Sections mit teiltransparenten Hintergrundfarben (z. B. weiß mit geringer Deckkraft)

  • Zusätzliche CSS für Blur-Effekte (backdrop-filter) auf bestimmten Containern

  • Einsatz besonders in Bereichen, wo Text über einem visuellen Hintergrund liegt

Glassmorphism

Wichtig dabei:

  • Lesbarkeit zuerst: Kontrast und Schriftgröße müssen passen.

  • Glassmorphism eher als Akzent nutzen, nicht flächendeckend.

2026 geht es nicht darum, dass alles nach futuristischer App aussieht – sondern um Leichtigkeit, ruhige Optik und trotzdem individuelle Note.

3. Creative Process – deinen Prozess sichtbar machen

Egal ob du designst, berätst, coachst, konzipierst oder produzierst, Kunden wollen heute nicht mehr nur das Endergebnis sehen, sondern wollen auch verstehen wie du vorgehst: Wie kommst du dahin? Was passiert zwischen Anfrage und Ergebnis?

Genau darum geht es beim Trend „Creative Process“, dein Arbeitsprozess wird sichtbarer Teil deiner Website – nicht nur im Hintergrund.

Statt „Wir arbeiten individuell und maßgeschneidert“ zeigst du konkret:

  • Welche Schritte durchlaufen Kunden mit dir?

  • Wo werden Entscheidungen getroffen?

  • Wann gibt es Feedback-Schleifen?

  • Was passiert, bevor etwas „fertig“ ist?

Mögliche Elemente für jede Branche:

  • Eine Prozess-Sektion auf der Startseite („So arbeiten wir zusammen“)

  • Ein eigener Menüpunkt wie „Ablauf“, „Zusammenarbeit“, „So funktioniert’s“

  • In Angeboten oder Case Studies ein Block: „Unser Weg zum Ergebnis“

In Squarespace kannst du das z. B. so umsetzen:

  • Mit 3–5 klar benannten Schritten in einer Sektion:

    • Schritt 1: Kennenlernen & Zielklärung

    • Schritt 2: Analyse / Diagnose

    • Schritt 3: Konzept / Strategie / Entwurf

    • Schritt 4: Umsetzung / Begleitung

    • Schritt 5: Abschluss / Auswertung / nächste Schritte

  • Jeder Schritt bekommt:

    • eine kurze Überschrift

    • 1–2 Sätze, was Kund:innen konkret erwartet

    • optional ein Icon, eine Zahl oder ein kleines Bild

  • In Case Studies oder Projektseiten:

    • Struktur: Ausgangssituation → Vorgehen → Ergebnis → Feedback / Wirkung

Warum das 2026 für alle Branchen spannend ist:

  • Dein Prozess macht Komplexes greifbar – Menschen sehen, was sie erwartet.

  • Du nimmst Unsicherheit raus - „Was passiert, wenn ich anfrage?“.

  • Du hebst dich von allen ab, die nur fertige Ergebnisse zeigen, aber nicht erklären, wie sie dorthin kommen.

Ob Architekturbüro, Steuerkanzlei, Coaching-Praxis, Kommunikationsagentur oder Handwerksbetrieb: Wer seinen Arbeitsprozess klar zeigt, wirkt professionell, transparent – und deutlich vertrauenswürdiger.

4. Motion Narrative – Bewegung, die deine Story erzählt

Bewegung auf Websites ist nichts Neues – aber 2026 wird sie gezielter eingesetzt. Motion Narrative bedeutet: Animation und Scroll-Verhalten folgen der Story, nicht umgekehrt.

Statt wilder Effekte geht es um:

  • Inhalte, die in der richtigen Reihenfolge erscheinen, wenn jemand scrollt

  • dezente Bewegungen, die Aufmerksamkeit lenken (z. B. Fade-in, Slide)

  • Micro-Interaktionen, die Feedback geben (Hover, Fokus, Klick)

Was du in Squarespace machen kannst:

  • Mit der Fluid Engine und Scroll-Animationen z. B.:

    • Elemente beim Scroll sanft einblenden

    • Abschnitte so aufbauen, dass jeder Abschnitt einen klaren Story-Schritt darstellt:

      • Problem → Lösung → Beweise in Form von Kundenstimmen→ Angebot → CTA

  • Bewusst mit Reihenfolge und Rhythmus arbeiten:

    • nicht alles auf einen Abschnitt „reinquetschen“,

    • lieber mehrere Abschnitte mit jeweils klarem Fokus.

Beispiel-Flow für eine Startseite:

  1. Hero: Klarer Nutzen + CTA

  2. Problem: Womit deine Zielgruppe gerade kämpft

  3. Lösung: Dein Ansatz / dein Angebot

  4. Social Proof: Referenzen von Kunden

  5. Deep Dive: Prozess, FAQ, Details

  6. Finaler CTA: „Was ist der nächste Schritt?“

Motion Narrative heißt: Story first, Animation second. Squarespace liefert dir dafür Tools – deine Aufgabe ist die inhaltliche Dramaturgie.

5. Card Play – Karten als Standard-Baustein

„Card Play“ beschreibt den Trend, Inhalte in Karten-Layouts zu organisieren. Karten sind kleine, klar abgegrenzte Blöcke – perfekt für eine Welt, in der wir Inhalte mobil und im Schnelldurchlauf scannen.

Typische Anwendungsfälle für Cards:

  • Angebotsübersichten (Pakete, Services)

  • Case Studies / Projekte

  • Blog-Teaser

  • FAQs, Uses Cases, Zielgruppen

  • Team-Profile

In Squarespace geht das besonders gut mit:

  • Übersichtblock im Grid-Layout als Card-Grids

  • Manuell gebaute Cards in der Fluid Engine:

    • Container mit Hintergrund, Abstand (Padding), Überschrift, Text, Link/Button

  • Einheitlicher Card-Stil im ganzen Projekt:

    • gleicher Radius, gleiche Shadow-Intensität, gleiche Typografie

Karten Layout

Warum Card Play ein starker 2026-Trend ist:

  • Mobile-first macht scannbare Blöcke wichtiger denn je

  • Karten lassen sich super mit Archival Index verbinden (z. B. Content-Bibliothek als Kartenübersicht)

  • Du kannst dein eigenes „Design System“ aus Karten bauen, das du in jedem Projekt variierst

6. Squarespace-spezifische Plattform-Trends 2026

Neben den Designrichtungen verändern sich auch die Funktionen der Plattform selbst. Für 2026 zeichnen sich besonders drei Bereiche ab, die in der Circle-Kommunikation ebenfalls mitschwingen:

a) Modularität & Design Systeme in der Fluid Engine

Squarespace geht stärker in Richtung modularer Layout-Bausteine:

  • wiederverwendbare Abschnitte (Hero, Benefits, Prozess, FAQ, CTA etc.)

  • bewusste Arbeit mit Spalten, Raster, Ausrichtung

  • definierte Abstände, konsistente Buttons, klare Typo-Hierarchie

Praktisch heißt das: Man kann sich sein eigenes, kleines Design System innerhalb von Squarespace bauen und in jedem Projekt wieder nutzen – ideal in Kombination mit Card Play & Archival Index.

b) AI im Backend – Content, Struktur, SEO

AI wird 2026 auch in Squarespace selbst noch mehr zum Co-Piloten:

  • Unterstützung beim Schreiben von Texten (Rohversionen, SEO-Snippets, Headlines)

  • Hilfestellung bei Struktur & Content-Layout

  • bessere Meta- und Alt-Text-Vorschläge

Wichtig bleibt: AI generiert Rohmaterial, aber du kuratierst, schärfst und vereinfachst. Gerade in Verbindung mit Archival Index, Motion Narrative und Creative Process kannst du AI ideal einsetzen, um schneller zu Strukturen zu kommen – und dann mit menschlichem Feingefühl nachzuarbeiten.

c) Performance, Accessibility & Vertrauen

Ein großer, eher „leiser“ Trend: Websites müssen leicht, zugänglich und vertrauenswürdig sein.

Das betrifft:

  • Ladezeit: keine überladenen Script-Monster

  • Barrierefreiheit:

    • ausreichend Kontrast

    • klare Schriftgrößen

    • verständliche Link-Texte

  • Transparente Datenschutzhinweise statt irreführender Nutzerführung

  • konsistente, gut sichtbare Vertrauens-Signale (Referenzen, Zertifikate, Gütesiegel etc.)

Für dich heißt das: Design ist nicht nur Optik, sondern immer auch Nutzerfreundlichkeit, rechtlich und Vertrauen.

Fazit: Squarespace 2026 – weniger Show, mehr System & Story

Die Squarespace-Trends für 2026 lassen sich in einem Satz zusammenfassen:

Deine Website ist kein hübsches Plakat, sondern ein strukturiertes, lebendiges System, das deine Story erzählt und Menschen klar durch deinen Prozess führt.

Mit:

  • Archival Index für deine Inhalte

  • Glassmorphism als dezente Design-Klammer

  • Creative Process als Vertrauenselement

  • Motion Narrative für Storytelling beim Scrollen

  • Card Play als Basis für modulare, mobilefreundliche Layouts

… kannst du Websites bauen, die nicht nur gut aussehen, sondern nachhaltig funktionieren.

Die Präsentation von Squarespace Circle und Puno liefert dafür den Rahmen – dieser Artikel ist meine Übersetzung in den Alltag von Selbstständigen und kleinen Unternehmen, die mit Squarespace arbeiten oder für ihre Webseite nutzen möchten.

Bereit für deine Squarespace-Website 2026?

Wenn du deine bestehende Website fit für 2026 machen oder mit Squarespace neu starten willst, musst du das nicht alleine herausfinden.

Ich unterstütze dich dabei,

  • deine Inhalte in einen klaren Archival Index zu bringen,

  • ein Design-System mit Card Play & Motion Narrative aufzubauen

  • und deine Seite so zu strukturieren, dass sie Kunden wirklich durch deinen Prozess führt.

Lass uns über dein Projekt sprechen:

Buche dir ein unverbindliches Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, welcher nächste Schritt für deine Website sinnvoll ist.

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Onika Staas

I am a web designer and strategic sparring partner for coaches, consultants, creatives, and small businesses. I develop clear, high-performing Squarespace websites that align brand, structure, and user experience – without tech overwhelm. My focus: long-term online strategy, accessible solutions, and honest collaboration at eye level.

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